Herbst im Herzen, mitten im Hochsommer
- Johanna Winter

- 21. Juli 2025
- 1 Min. Lesezeit

Herbst im Herzen und das mitten im Hochsommer
Während andere barfuß durch den Sommer tanzen, sitze ich am Küchentisch, trinke warmen Lindenblütentee (ja, wirklich) und schreibe über Nebel, Wind und freche Blätter, die plötzlich Rätsel stellen. Willkommen in meinem Kopf, wo der Herbst immer ein bisschen früher beginnt.
Wenn draussen die Sonne brennt und drinnen der Nebel umherzieht
Ich bin kein Sommermensch, noch nie gewesen. Wenn die Welt draußen flirrt, der Garten ruft und alle vom See schwärmen, zieht es mich gedanklich eher in Richtung raschelnder Blätter, heissen Marroni's und magischen Nebelschwaden. Der Sommer ist mir zu laut, viel zu heiß und zu lange hell. Der Herbst ist für mich dagegen die goldene Ruhe, glitzernde Melancholie und Geschichten, die atmen. Darum kann ich sagen, dass ich den Herbst im Herzen tragen.
Warum ich den Herbst mehr liebe als den Sommer
Ich bin gedanklich schon im Herbst, also schreibe ich über verschwundene Jahreszeiten, sprechende Teekannen und ein freches Herbstblatt, das sich selbst zur Hauptfigur erklärt hat. Während draußen die Tomaten reifen, plane ich ein Zauberwald-Kapitel nach dem anderen und kuschle mich gedanklich in mein Stelzenhaus mit Kürbissuppe, Minze auf dem Fensterbrett und Stups auf seinem Lieblingsbalken ein.
Zwischen Glitzerwirbeln, Rätselraten und Kürbissuppe
Und ja, manchmal fühlt es sich seltsam an, mitten im Juli ein großes Herbstfest zu beschreiben, während ich schwitze, Fidelia Glitzer wirbelt, Stups meckert und der Wind draußen ganz sicher nicht raschelt. Aber es funktioniert meine Freunde, denn Schreiben selber kennt keine Jahreszeiten. Es hat Stimmung, Tiefe und manchmal einfach ein freches Blatt, das ruft: „Na los, schreib weiter. Der Herbst wartet auf uns.“



so ein wundervoller Beitrag, ganz mein Thema und passt perfekt in diese Zeit, die viel zu warm ist🥵