Kinderbücher über Hexengeschichten: Wie Fidelia Wirbelwind in mein Leben gepurzelt und nie wieder ausgezogen ist
- Johanna Winter

- 15. Mai 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Juni 2025
Habt ihr euch schon mal gefragt, warum ich Bücher über eine kleine Zauberwald-Hexe schreibe? Ehrlich gesagt ist mein Sohn daran schuld, denn er liebt Hexengeschichten. Und ich? Ich habe gefühlt alles vorgelesen, was es da draußen so gibt. Bekannt, unbekannt, Klassiker und Geheimtipps, ihr könnt euch sicher vorstellen, irgendwann war das Hexen-Regal leer. Aber sein Wunsch nach neuen, witzigen Hexengeschichten und Hexenabenteuern blieb.
Da saß ich dann, zwischen all den Büchern und habe mir gedacht: „Wenn es nicht noch mehr magische Geschichten zum Vorlesen für Kinder ab 6 Jahren gibt, dann schreibe ich eben selbst welche. Ein bisschen für meinen Sohn, ein bisschen für mich und vor allem für alle Kinder, die genauso viel Spaß an kunterbunter Fantasie haben."
Vom Maus-Weihnachtsbuch zur frechen Hexe
Eigentlich habe ich an einem ganz anderen Buch geschrieben, nämlich an einem Weihnachtsbuch, einem Vorlesebuch für Kinder über Henri die Maus. Das liegt bis heute immernoch in meiner Schublade (Henri, ich habe dich nicht vergessen, du bist nur gerade noch, oder wieder im Winterschlaf!). Doch je mehr ich über eine eigene Hexenfigur nachgedacht habe, desto mehr hat mich die Idee gepackt.
Ich wollte eine Hexe, die anders ist. Lustig, kunterbunt, chaotisch und voller Fantasie. Keine dunklen Flüche, kein gruseliger Hexenkram, keine schwarze Magie, sondern genau das, was sich mein Sohn gewünscht hat: Eine Geschichte, die einem zum Lachen bringt, die bunte Bilder im Kopf entstehen lässt und mit jedem Kapitel noch ein bisschen mehr verzaubert. Es sollte ein Buch sein, das man gerne vorliest, das auch Erstlesern Spaß macht und für alle Alterskategorien funktioniert, die Lust auf ein bisschen Zauberchaos haben.
Die Namensfindung
Der Name war für mich schnell klar: Fidelia Wirbelwind. Fidelia klingt frech und hat mich sofort an „quitschfidel“ erinnert, quirlig, altmodisch und ein bisschen verspielt, das hat sich genau richtig angefühlt. Und Wirbelwind ist selbsterklärend. Bei meiner Fidelia hat dieser Nachname einfach dazugehört.
Dann brauchte die kleine Hexe natürlich Begleiter, denn was wäre eine Hexe ohne einen Freund? Oder sogar zwei? Da ich Fledermäuse und Eulen liebe, war mir schnell klar, dass Fidelia einen flatternden Freund bekommt. So entstand Professor Stups, eine Fledermaus, die frech, vorwitzig und besserwisserisch ist, das perfekte Gegenstück zu Fidelia eben. Auf seinen Namen kam ich, weil er eben alles weiß wie ein Professor, aber dabei so klein und frech ist wie ein kleiner Stups. Ich fand das einfach zu süß, auch wenn Stups selbst natürlich steif und fest behauptet, dass an ihm rein gar nichts süß ist (aber klar doch Stups!). Und weil ich auch Katzen über alles liebe, durfte natürlich auch eine Katze nicht fehlen. Der Name Minze für Fidelias Katze kam mir spontan in den Sinn, als ich an eine Tasse Pfefferminztee dachte. Minze klingt doch einfach niedlich, frisch und irgendwie frech. Seitdem miaut sie sich durch jedes Abenteuer im Stelzenhaus.
Ein Stelzenhaus? Liebe auf den ersten Gedanken
Wo sollten all diese Geschichten passieren? Das war für mich sofort klar: In einem Stelzenhaus. Bunt, gemütlich, natürlich ein bisschen chaotisch und wie gemacht für Zaubersprüche, Missgeschicke und jede Menge Glitzerstaub. Ein Ort also, an dem alles möglich ist, egal wie verrückt es klingt.
Warum ich schreibe, was ich schreibe
Mir ist wichtig, dass meine Geschichten positiv sind. Kein düsterer Kram, keine traurigen Dramen, das überlasse ich gerne anderen. Ich möchte Geschichten erzählen, bei denen das Lachen an erster Stelle steht, bei denen man staunen darf und man sich in eine andere Welt träumen kann. Meine Wirbelwind-Bücher sollen so bunt und lebendig sein, dass man am liebsten selbst ins Stelzenhaus einziehen möchte. (Also ich würde es tun. Sofort. Ich muss nur noch meine Koffer packen!)
Genauso hätte ich es mir als Kind selbst gewünscht. Und genau deshalb schreibe ich heute so.
Kinderbücher über Hexengeschichten ab 6 Jahren: Neugierig auf mehr?
Im nächsten Blogbeitrag nehme ich euch mit ins Stelzenhaus, dorthin, wo jedes Zauberchaos seinen Anfang nimmt.


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